Lade Veranstaltungen

Vielfalt in Laim

Ausstellung
Künstlerinnen:
Tunay Önder
Sophie J. Kaiser
Dauer: 14.10. 2021 bis 27.11.2021
Eröffnung:
14.Oktober um 16 h
Öffnungszeiten:
Mi und Do 16 – 19 Uhr
laim_up Laden, Guido-Schneble-Straße 24

Austausch bei Kaffee und Kuchen
Sa 16.Oktober um 14 h

Foto: Emel Elbeck

Den Herbst beginnen wir mit mehreren Veranstaltungen zum Thema MIGRATION im Rahmen der Aktionstage ‚Vielfalt in Laim‘, initiiert vom Bezirksausschuss Laim und vom Stadtarchiv der Landeshauptstadt München. Wir freuen uns sehr, dass das Stadtarchiv mit zwei Veranstaltungen im laim_up Laden zu Gast sein wird.

Ausstellung Migration
Tunay Önder zeigt unter dem Titel ‚Migriert, migriert, sonst sind wir verloren‘ postmigrantische Fotos, Texte und Videos. Die Soziologin, Künstlerin und Kuratorin ist in München aufgewachsen. Der von ihr mitgegründete Blog migrantenstadl war 2013 für den Grimme online award nominiert.
Die Arbeit der Künstlerin Sophie J. Kaiser mit Titel ‚um…denken‘ ist im Ladenfenster vom laim_up zu sehen. Der gestreifte Stoff lässt an Fahnen, Grenzbalken oder Trennlinien denken. Die Verletzung des Materials durch ausgelöste Buchstaben ermöglicht Durchblicke und Öffnungen. Verwendet werden Gedichte von Rose Ausländer, die von Flucht und Fluch des Krieges handeln. Teilweise gespiegelt aufgebracht und durchgestoßen – zwingt S.J.Kaiser die Betrachter*innen zum „umdenken“ im Lesevorgang.

Austausch
Migrant*innen laden ein zu Austausch bei Kaffee und Kuchen im laim_up Laden am Samstag, 16.Oktober um 14 h
In München leben Menschen aus 180 Nationalitäten. Die größten Nationalitätengruppen bilden Türken, Kroaten, Österreicher, Italiener, Griechen, Bosnier, Serben, Polen, Iraker. In Laim hat jede*r Dritte einen Migrationshintergrund. Einige der in Laim lebenden Migrant* innen erzählen bei Kaffee und Kuchen von ihrem Leben und laden zum Austausch ein.Gemeinsam mit Stadtarchiv München.

Filme und Lesung
Dokumentarfilm ‚In Jackson Heights‘ am 4. November 2021 um 19 Uhr (englische Fassung, 190 Minuten)
Der Dokumentarfilm von Frederick Wiseman (2015) porträtiert das multikulturelle Stadtviertel Jackson Heights und die Bewohner*innen von Queens im Norden von New York. Ausgewählt wurde der Film vom Stadtarchiv der LH München.

Dokumentarfilm über den syrischen Pianisten Aeham Ahmad und Lesung aus seinem Buch ‚Die Vögel werden singen‘ am 13. November um 18 Uhr
Die Veranstaltungsreihe im laim_up geht weiter mit einem kurzen Film über diesen beeindruckenden Pianisten und einer Lesung aus seinem Buch „Und die Vögel werden singen“. Ulla Will wird aus seinem Buch auf deutsch und Ahmad Al Darwish einzelne Stellen auf arabisch vorlesen. Aeham Ahmad lebte als palästinensischer Flüchtling im syrischen Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus. 2015 musste er aus Damaskus fliehen und kam über die Balkanroute nach Deutschland. Er wurde international bekannt, als er trotz Beschuss seines Stadtviertel, das einem abgeschlossenen Ghetto glich, mit seinem Piano auf die Straßen zog und gemeinsam mit den dort lebenden Kindern musizierte.

Spielfilm ‚Drei Gesichter‘ am 18. November 2021 um 19 Uhr (deutsche Fassung)
Der iranische Regisseur Jafar Pahani, dessen Film „Taxi Teheran“ in Deutschland große Aufmerksamkeit gefunden hat, wurde 2010 zu einer 6 jährigen Haftstrafe verurteilt und mit einem 20 jährigen Berufsverbot belegt. Er darf im Iran nicht drehen und seine Filme dürfen dort nicht gezeigt werden. Dennoch findet er immer wieder Wege Filme über das Leben im Iran zu realisieren und ins Ausland zu schmuggeln. In dem Film „Drei Gesichter“ zeigt er auf humorvolle Weise, wie Frauen aus dem gesellschaftlichen und künstlerischen Leben ausgeschlossen sind, wie diese darunter leiden und wie sehr sie sich nach eigenem Ausdruck sehnen. Höchst aktuell in einer Zeit in der unter der Talibanregierung in Afghanistan die Freiheitsrechte der Frauen nichts mehr zählen und das Frauenministerium gegen ein ‚Ministerium der Tugend und Laster‘ ersetzt wurde.

Dokumentarfilm ‚Kinderbilder aus Sarajevo‘ am 24. November 2021(deutsche Fassg.)
Der in Spanien sehr bekannte und aufgrund seines Engagements sehr beliebte Fotograf Gervesio Sanches war während der Belagerung in Sarajevo. Um nicht nur Leid, Zerstörung und kriegerisches Handeln mit der Kamera festzuhalten, fotografierte er Kinder in der belagerten Stadt. Nach dem Krieg hat er den Kontakt zu vielen von ihnen gehalten. In dem ästhetisch sehr beeindruckenden Film werden einige dieser Lebenswege nachgezeichnet. Uns hat der Film sehr berührt.